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Kapitel 1

Übersicht



Installation

Die Demo-Version
Die Lite-Version
Deinstallation
Die Demo Programme
Wofür ist Omikron Basic geeignet

Unterschiede zu anderen BASIC Dialekten

Omikron Basic für Atari
GFA-Basic
MBASIC von Microsoft
Quick Basic von Microsof

Aktuelles

Umstieg auf MacOS X
Die Omikron Basic Internet-Homepage
Fehlermeldungen und Verbesserungsvorschläge

 





Installation

Wenn Sie Omikron Basic auf CD erworben haben, brauchen Sie zur Installation nur den Ordner 'OmikronBasic' von der CD auf Ihre Festplatte zu kopieren. Starten Sie danach das OmikronBasic Programm (zu erkennen an dem Berkhan-Icon). Es öffnet sich eine Dialogbox, in der Sie Ihre persönlichen Daten und Ihre Registrierungsnummer eintragen müssen. Danach ist das Programm einsatzbereit.
Wenn Sie Omikron Basic aus dem Internet heruntergeladen haben, müssen Sie das Archiv zunächst auspacken, falls dies nicht automatisch geschieht. Nach dem Auspacken haben Sie zunächst eine Demoversion auf Ihrer Festplatte. Falls Ihnen das Programm gefällt, klicken Sie auf den [Bestellen] Button, um eine Vollversion zu kaufen. Weitere Informationen finden Sie im Online-Shop im Internet.

Hinweis: Abhängig von den Einstellungen Ihres Computers kann es sein, dass die Registrierung erst nach dem nächsten Neustart des Computers wirksam wird.

Im Ordner 'Handbuch' befinden sich mehrere Dateien im HTML-Format, welche alle Anleitungen und Hinweise zur Benutzung des Omikron Basics enthalten. Zum Lesen der Dateien benötigen Sie einen HTML-Browser, wie z.B. Netscape, MS Explorer etc. Diese sind seit MacOS System 8 Bestandteil des Betriebssystems, werden aber auch über diverse Onlinedienste, CD's zu Mac-Zeitschriften und über das Internet verbreitet.


Die Demo-Version

Wenn Sie eine Demo-Version erworben haben, so gelten folgende Einschränkungen: Der Editor gibt alle 10 Minuten eine Meldung aus, die darauf hinweist, daß es sich um eine Demo-Version handelt. Der Compiler kann nur Programme übersetzen, die nicht mehr als 75 Zeilen enthalten und deren Objectcode nicht länger als 32 Kilobyte wird. Der Library Maker kann nur Libraries erzeugen, die nicht länger als 8 KB werden. Mit der Demo-Version erstellte Programme dürfen außerdem nicht verkauft werden.
Eine Demo-Version können Sie gegen Zahlung einer Lizenzgebühr in eine Lite- oder Professional-Version umwandeln.


Die Lite-Version

Die Lite-Version verfügt über die gleichen Eigenschaften wie die Profi-Version, der Compiler kann aber nur Programme übersetzen, deren Objectcode nicht länger als 256 Kilobyte wird. Das entspricht etwa 5000 Programmzeilen bei einem Befehl pro Zeile. Der Library Maker in der Lite-Version kann nur Libraries erzeugen, die nicht länger als 8 KB werden.


Deinstallation

Omikron Basic legt keine Dateien im Systemordner oder an anderen versteckten Stellen an. Wenn Sie Omikron Basic nicht mehr nutzen möchten, brauchen Sie zur Deinstallation nur den Ordner 'OmikronBasic' auf das Mülltonnensymbol zu ziehen.


Die Demo-Programme

Im Ordner 'DEMO' befinden sich einige Programme, die ausführlich dokumentiert sind. Sehen Sie sich diese Programme bitte genau an, da sie Ihnen wertvolle Hinweise geben, die Sie benötigen, um Ihre eigenen Programme an das MacOS anzupassen. Die Beispielprogramme im 'DEMO' Ordner zeigen verschiedene Aspekte der Programmierung in Omikron Basic und demonstrieren damit, dass man auch mit kurzen Programmen eindrucksvolle Ergebnisse erziehlen kann. Beachten Sie auch die 'BittenLesen' Datei im 'DEMO' Ordner.
Andere Demoprogramme, die sich mit der Programmierung von Benutzeroberflächen beschäftigen, befinden sich im Ordner 'EasyGem'.


Wofür ist Omikron Basic geeignet

Grundsätzlich kann man sagen, dass Omikron Basic für alle Arten von Programmieraufgaben geeignet ist. So kann man einerseits unter Benutzung der Omikron Basic Ausgabefenster sehr schnell einfache und kleine Programme schreiben, ohne sich mit der Programmierung von komplizierten Benutzeroberflächen herumschlagen zu müssen, andererseits besteht aber auch die Möglichkeit, mit Hilfe der EasyGem Library professionelle Benutzeroberflächen zu erzeugen (Omikron Basic selbst wurde ja in Omikron Basic programmiert).
Weiterhin können Sie von Omikron Basic aus über den MAC_OS Befehl viele Funktionen des Macintosh Betriebssystems aufrufen und wie in der Programmiersprache C Pointer auf Felder und Funktionen übergeben. Ja sogar die Programmierung von Shared Libraries und PlugIns und damit der Import und Export von Daten und Funktionen ist mit Omikron Basic kein Problem.


Unterschiede zu anderen BASIC Dialekten

Leider ist die Programmiersprache BASIC nicht wie Fortran oder C standardisiert. Dadurch haben sich im Laufe der Zeit sehr viele verschiedenen BASIC Dialekte entwickelt, die sich zum Teil sehr stark unterscheiden. So gibt es auch in Omikron Basic Unterschiede zu anderen BASIC Varianten. In diesem Kapitel werden einige relativ nahe verwandte BASIC Implementationen aufgeführt und die Unterschiede beschrieben. Wenn Sie keine alten Programme übernehmen möchten, die in anderen BASIC Dialekten geschrieben wurden, können Sie dieses Kapitel überspringen.


Omikron Basic für Atari

Dieses Kapitel wendet sich an Programmierer, die schon früher auf Atari Computern mit Omikron Basic gearbeitet haben. Leider konnte die Macintosh Version wegen der großen Unterschiede zwischen beiden Systemen und einiger notwendiger Verbesserungen nicht vollständig kompatibel zur Atari Version gemacht werden. Im Einzelnen gibt es folgende Unterschiede:

Es gibt keinen Interpreter mehr. Die Funktionen des Interpreters zum Debuggen von Programmen übernimmt der Sourc Code Debugger.

Die Länge von Strings wird jetzt in einem 4-Byte-Wort gespeichert, so daß die Maximallänge von 65536 auf 2147483648 Zeichen pro String steigt. Natürlich muß genug Speicher im Stringheap vorhanden sein, wenn man mit sehr langen Strings arbeiten will. Siehe auch COMPILER "BAS_MEM X".

Die Pseudo-Multitasking-Befehle ON TIMER..., ON MOUSEBUT..., ON HELP..., ON KEY... funktionieren nur, wenn das Omikron Basic Ausgabefenster benutzt wird. Eine Interruptsteuerung wie bei der ATARI-Version hätte zu schweren Inkompatibilitäten mit der Multitaskingumgebung des MacOS geführt.

Wenn Sie die Omikron Basic Ausgabefenster benutzen, brauchen Sie den Bildschirm am Programmanfang nicht mehr zu löschen. Auch das ständige Ein- und Ausschalten der Maus mit MOUSEON und MOUSEOFF bzw. des BIOS-Cursors mit PRINT CHR$(27)+"e" oder +"f" ist jetzt überflüssig.

BIN$, OCT$, HEX$
schreiben das jeweilige Postfix vor die Zahl.

BITBLT
Quell- und Zielrechteck können jetzt unterschiedliche Größe haben. Das Quellbild wird durch den Befehl so verändert, daß es genau in das Zielrechteck passt. Man kann den BITBLT-Befehl jetzt also dazu benutzen, Bilder zu vergrößern, zu verkleinern oder zu verzerren.
Die Transfermodi (letzter Parameter des Befehls) haben sich ebenfalls verändert. Modus=0 bedeutet jetzt, daß das Zielbild nicht verändert wird (war bisher Modus=3). Eine genaue Beschreibung der weiteren Modi finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz oder in "Inside Macintosh, Imaging with QuickDraw".
In der Syntax BITBLT Adr1 TO Adr2, COLOR P gibt P jetzt an, wieviele Farbebenen das Zielbild haben soll. Sie können diesen Befehl also benutzen, um die Farbtiefe eines Bildes zu verändern.

BLOAD
Im ersten Parameter muss ein FileSpecificationRecord übergeben werden, wie man ihn z.B. bei FILESELECT zurückerhält. Wird dieser Befehl benutzt, um eine zuvor mit BSAVE gespeicherte Datei in den Bildschirmspeicher bzw. in das oberste Omikron Basic Ausgabefenster zu laden, so erfolgt eine automatische Anpassung der Farbtiefe und der Abmessungen.

BSAVE
Im ersten Parameter muß ein FileSpecificationRecord übergeben werden, wie man ihn z.B. bei FILESELECT zurückerhält.Wird dieser Befehle benutzt, um den Inhalt des Bildschirmspeichers bzw. eines Omikron Basic Ausgabefensters in eine Datei zu schreiben, so erfolgt die Speicherung im PICT-Format, so daß eine nachträgliche Bearbeitung mit anderen Programmen möglich ist.

CALL
Eine genaue Beschreibung finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz

CMD
beeinflusst nur noch PRINT und WRITE, nicht aber PRINT# und LPRINT. Die Befehle LIST, LLIST, DUMP und LDUMP hatten ohnehin nur im Interpreter Gültigkeit und sind daher sowieso obsolet.

Hinweis: Wenn eine Ausgaberoutine für den Bildschirm mit CMD auf den Drucker umgeleitet wird, so führt dies im allgemeinen nicht zu dem gewünschten Ergebnis, da die Daten direkt an den Drucker geschickt werden. Verwenden Sie statt dessen den Befehl GRAF_PORT 1. Dieser öffnet eine Seite auf dem Drucker, auf welche dann Ihre Ausgaben umgeleitet werden.

CVD
wandelt einen 8 Byte String (bei Atari 10 Byte) in eine Fließkommazahl doppelter Genauigkeit.

CVS
wandelt einen 4 Byte String (bei Atari 6 Byte) in eine Fließkommazahl einfacher Genauigkeit.

DEG/RAD
Zwischen Grad- und Bogenmaß kann jetzt innerhalb des Programms beliebig umgeschaltet werden.

DATE$
Der Datumsstring wird jeweils in dem Format zurückgegeben, das auf Ihrem Computer über das Kontrollfeld "Datum & Zeit' eingestellt wurde statt bisher fest "TT:MM:JJ" (T=Tag, M=Monat, J=Jahr).

Hinweis: Datumsformate können in verschiedenen Ländern unterschiedlich sein.

FACT(X)
Für X können jetzt auch Fließkommazahlen eingesetzt werden, da die Fakultät über die Gammafunktion berechnet wird.

FILESELECT(P$,F$,R)
Im Unterschied zum Atari Betriebssystem stellt das MacOS zum Laden und Speichern verschiedene Fileselect-Boxen zur Verfügung. Darum müssen Sie den Parameter R vorher auf 0 oder 1 setzen, um festzulegen, welche Fileselect-Box Sie wünschen.
Eine genaue Beschreibung des Befehls finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz.

FILL X,Y,C : Es gibt zusätzliche Möglichkeiten für die Wahl der Parameter. Für X und Y können jetzt negative Werte angegeben werden. Dann wird von außen gefüllt und gegebenenfalls noch invertiert. Weitere Erklärungen in Kapitel 5, Der Befehlssatz.

FILL PATTERN= A,B
In A und B müssen jetzt Long Integer Zahlen übergeben werden. Aus den zusammengenommen 64 Bit der beiden Zahlen wird ein 8 x 8 Bit Muster erzeugt, das als Füllmuster dient, wenn FILL STYLE= 0,0 eingestellt ist.

FRE (Volume$)
Der Volumename muß mit einem Doppelpunkt abgeschlossen werden.

HCOPY
Wenn das OUTPUT_WINDOW eingeschaltet ist, wird eine Hardcopy des Puffers für das oberste Fenster gemacht, sonst vom ganzen Bildschirm.

INKEY$
Die Shift-Keys, jetzt Modifier-Keys sind etwas anders belegt. In dem dritten Byte wird jetzt der Wert einer zweiten, gleichzeitig gedrückten Taste zurückgeliefert. Eine genaue Beschreibung finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz.

KILL, CHDIR, MKDIR, RMDIR, OPEN
Auch diesen Anweisungen muß ein FileSpecificationRecord übergeben werden, wie man ihn z.B. bei FILESELECT zurückerhält. Einen solchen Record liefert auch die Funktion 'Get_Fsspec$' aus der Extension Library.

LINE PATTERN= A,B
In A und B müssen jetzt Long Integer Zahlen übergeben werden. Aus den zusammengenommen 64 Bit der beiden Zahlen wird ein 8 x 8 Bit Muster erzeugt, das als Füllmuster für Linien dient, wenn LINE STYLE= 0 eingestellt ist.

LPRINT
Der Text wird zunächst in einen PrinterPort geschrieben. Mit dem Befehl LPRINT CHR$(12); kann eine Seite und mit LPRINT CHR$(26); der ganze Port geschlossen und damit die Ausgabe auf den Drucker eingeleitet werden.

MEMORY
liefert einen nichtverschiebbaren Speicherblock aus dem Application-Heap des Programms. Wie groß der Application-Heap Ihres Programms wird, läßt sich mit dem Compiler-Steuerwort COMPILER "PRE_SIZE ..." oder vom Finder aus über den Menüpunkt 'Information' einstellen.

MEMORY_BLOCK
In einen MEMORY_BLOCK können Sie nicht schreiben, da sich dieser im Code-Fragment befindet, welches schreibgeschützt ist.

MEMORY_MOVE
wird automatisch in MEMORY_MOVEB umgesetzt, wenn die Quell- oder Zieladresse ungerade ist. Die Kopiergeschwindigkeit ist am größten, wenn sich Quell- und Zieladresse auf einer 8-Byte-Grenze befinden.

MKD$
liefert einen 8 Byte langen String zurück statt bisher 10 Byte.

MKS$
liefert einen 4 Byte langen String zurück statt bisher 6 Byte.

MODE M$
beeinflußt nur noch die Umwandlung von Kleinbuchstaben in Großbuchstaben und umgekehrt mit UPPER$ bzw. LOWER$, nicht aber das Datums- oder Zeitformat. Dieses wird immer so ausgegeben, wie Sie es bei Ihrem Macintosh mit dem Kontrollfeld 'Datum & Zeit' eingestellt haben.

MOUSEBUT
berücksichtigt auch den Zustand der Modifier-Keys und gibt dementsprechend Werte zwischen 0 und 32 zurück

NAME F1$ AS F2$
F1$ muß einen FileSpecificationRecord enthalten. F2$ darf nur den neuen Namen enthalten. Wenn eine Directory umbenannt werden soll, müssen die Namen mit einem Doppelpunkt abgeschlossen werden.

PALETTE
schreibt die aufgelisteten RGB-Werte in die interne CLUT (Color Look Up Table) des Omikron Basics. Der erste Parameter gibt an, ab welchem Index geschrieben werden soll.

POINT (X,Y)
liefert keinen Farbindex zurück, sondern einen Pointer auf einen RGB-Record. Das ist eine 6-Byte-Struktur mit den Rot-, Grün- und Blauanteilen des Pixels.

RESUME
springt an den Anfang der Zeile, in der der Fehler auftrat, nicht zu dem Befehl selbst.

SCREEN
Dieser Befehl ermöglicht das Öffnen weiterer Omikron Basic Ausgabefenster. Eine genaue Beschreibung finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz.

SEGPTR(20|28)
gibt immer Null. War auch beim Compiler der Atari-Version schon so, nicht aber beim Interpreter.

SORT
Dieser Befehl wurde dahingehend erweitert, dass jetzt beliebig viele Felder mitsortiert werden können. Eine genaue Erklärung finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz.

TEXT STYLE
Es sind jetzt insgesamt 7 Attribute vorhanden. Die Bedeutung der einzelnen Flags hat sich verändert.

TUNE  T,F...
Omikron Basic unterstützt bis zu 16 Tonkanäle, so dass T jetzt Werte von 0 bis 15 annehmen kann. Für F dürfen nur Zahlen zwischen 0 und 127 eingesetzt werden, was den MIDI-Noten entspricht. Siehe MIDI-Tabelle im Anhang.

VARPTR&
Der Adressoperator zeigt bei numerischen Einzelvariablen auf den Wert der Variablen, bei Strings auf einen Pointer auf den String und bei Feldern auf einen Pointer auf das Feld.

VOLUME,   NOISE
Diese beiden Befehle haben jetzt die gleiche Syntax wie TUNE, nur dass statt der Frequenz die Lautstärke bzw. die Ton-Reinheit verändert werden.

WAIT
Das System wird nicht mehr blockiert. Andere Prozesse können während der Wartezeit weiterarbeiten. Dadurch kann sich die effektive Wartezeit verlängern.

W_CHAR
liefert eine Zahl zurück, die angibt, wieviele Nullen in eine Zeile passen. Das hängt nämlich bei den auf dem Apple üblichen Proportionalzeichensätzen von den verwendeten Buchstaben ab.


Übernahme von Atari Programmen

Programme, die mit Omikron Basic Versionen vor 6.0 entwickelt wurden, können problemlos in den Editor geladen werden. Die deutschen Umlaute werden dabei allerdings falsch dargestellt, da sie beim Apple auf anderen ASCII-Codes liegen. Sie können jedoch leicht mit der Funktion 'Ersetzen' aus dem Menu 'Suchen' die falschen Zeichen durch die korrekten Umlaute ersetzen.
Auf dem Atari haben die deutschen Umlaute folgende ASCII-Codes : Ä=142, ä=132, Ö=153, ö=148, Ü=154, ü=129, ß=158. Diese Zeichen erzeugen Sie am besten, indem Sie bei gedrückter Auswahltaste den ASCII-Code über die Zehnertastatur eingeben.

Zu beachten ist auch, dass der PowerPC-Prozessor Fließkommaformate mit einem kleineren Wertebereich und einer geringeren Genauigkeit verwendet. Wenn Sie in Ihrem Programm Fließkommazahlen mit einfacher Genauigkeit benutzen und damit umfangreiche Berechnungen durchführen, kann es zu Fehlerakkumulierungen kommen, die zu völlig falschen Ergebnissen führen.
Wir empfehlen daher, nur Fließkommazahlen doppelter Genauigkeit zu verwenden. Wenn Sie ein altes Programm, das mit einfacher Genauigkeit arbeitet, auf doppelte Genauigkeit umstellen wollen, gehen Sie am besten wie folgt vor:

1. Aus dem Menü 'Modus' die Dialogbox 'Einstellungen>Allgemein' aufrufen und im Unterdialog 'Darstellung' die Checkbox 'Alle Postfixe anzeigen' anwählen. Danach auf Ausführen klicken.
2. Im Unterdialog 'Allgemein' die Deklarationsüberwachung abschalten und wieder auf 'Ausführen' klicken.
3. Mit der 'Text ersetzen' Funktion des Editors alle "!" durch "#" ersetzen.
4. Die Deklarationsüberwachung wieder einschalten.

Lauffähige Compilate erhält man auch erst, wenn man einige Anpassungen vornimmt. Um Ihnen die Arbeit der Anpassung zu erleichtern, wurde eine Migrationshilfe in den Editor eingebaut. Wenn Sie im Programm-Menü den Menüpunkt 'Atari -> Mac' anwählen, öffnet sich ein Fenster, in dem alle Programmstellen aufgelistet werden, die gegebenenfalls angepasst werden müssen. Durch Anklicken können Sie die zu ändernden Teile direkt anspringen und die Korrekturen entsprechend den Hinweisen im Kapitel 'Omikron Basic für Atari' vornehmen.

Weiterhin sollten Sie von den neuen Compilersteuerwörtern Gebrauch machen, da sonst nur unspezifizierte Default-Werte eingesetzt werden. Häufig ist auch die Verwendung der ExtensionLibrary notwendig oder zumindest sehr hilfreich. Zum Bespiel bei der Benutzung von OPEN oder um die Text-Attribute für PRINT und LPRINT zu verändern.

Siehe auch das Demoprogramm 'Mandelbrot.BAS'.


Neue Befehle

Omikron Basic für Mac kennt einige neue Befehle, bei anderen wurde der Funktionsumfang erweitert. Eine genau Beschreibung finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz.

GRAF_PORT Ptr

MAC_OS [R0,R1,...] ;{P$+N$+M$|N},F$,[P0,P1,P2,...]

SCREEN Nr[,X,Y[,W,H]]

SORT [ASC] A() [TO B(),C(),D(),...]

DEF FNEX A(B,C,D...)

EXPORT A,B,C... 

EXPORT_EXIT FNEX A

EXPORT_INIT FNEX A

EXPORT_MAIN A


Neue Steuerwörter für den PowerPC Compiler

Der PowerPC Compiler kennt einige neue Steuerwörter, die nachfolgend aufgelistet sind. Eine detaillierte Erklärung finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz unter dem Stichwort 'Compiler'.

COMPILER "DEBUG ON|OFF"

COMPILER "EVENT"

COMPILER "FILE_TYPE XXXX"

COMPILER "FPU_EXCEPTIONS ON|OFF" oder COMPILER "FPUEXON|OFF"

COMPILER "IU_EXCEPTIONS ON|OFF" oder COMPILER "IUEXON|OFF"

COMPILER "MIN_SIZE X"

COMPILER "OUTPUT_WINDOW X*Y" oder COMPILER "OPW X*Y"

COMPILER "PRE_SIZE X"

COMPILER "RANGE_CONTROL ON|OFF" oder COMPILER "RCON|OFF"

COMPILER "SHARED_LIBRARY" oder COMPILER "SHLB"

COMPILER "SIGNATURE SIGN"

COMPILER "STACK_CONTROL ON|OFF" oder COMPILER "SCON|OFF"

COMPILER "STRING +|*X"


Nicht mehr unterstützte Befehle

Einige Befehle werden nicht mehr unterstützt, weil sie entweder Atari spezifisch, nur für einen Interpreter sinnvoll oder auf dem Mac einfach nicht vernünftig zu realisieren sind.

AES
BIOS
CHAIN
COMMON
CLEAR mit Parametern
FILES
GEMDOS
IPL
JOYSTICK
KEY
MODE LPRINT
NDC
OPEN "K","M"
RUN
SPRITE
VDI
WVBL
XBIOS


GFA-Basic

Auch hierbei handelt es sich um eine Programmiersprache, die anfangs für den Atari entwickelt wurde. Zwar gab es später auch eine PC-Version, diese hat aber nie eine rechte Verbreitung gefunden.

Auf den ersten Blick scheinen sich GFA-Basic und Omikron Basic recht ähnlich zu sein. So verwendet auch GFA-Basic Postfixe zur Klassifizierung der verschiedenen Variablentypen und auch die Namen den Befehle unf Funktionen sich häufig identisch oder ähnlich. Der Teufel steckt aber im Detail. So ist die Bedeutung der Postfixe in GFA-Basic anders als in Omikron Basic und bei vielen gleichlautenden Befehlen ist die Bedeutung der Parameter vertauscht.

Dennoch ist es mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich, ein GFA-Basic Programm in Omikron Basic zu übertragen. Verwenden Sie dafür die sehr leistungsfähigen Suchen und Ersetzen Funktionen des Editors (z.B. um die Postfixe anzupassen). Auch gibt es in GFA-Basic einige Befehle, die der GEM-Programmierung dienen (z.B. um Menüs zu definieren). Dafür können Sie in Omikron Basic die EasyGem Library verwenden.


MBASIC von Microsoft

Wenn Sie noch Programme haben, die in MBASIC geschrieben wurden und die Sie gerne auf einem modernen Computer weiter nutzen möchten, so können Sie diese mit wenigen Anpassungen in Omikron Basic übertragen. Der Befehlsumfang und die Möglichkeiten zur strukturierten Programmierung sind in Omikron Basic erheblich grösser als in MBASIC. Es ist daher nur möglich, MBASIC Programme in Omikron Basic zu übertragen, aber nicht umgekehrt.

Im Einzelnen müssen Sie folgende Unterschiede beachten:

-LOG(X) berechnet in MBASIC den natürlichen Logarithmus der Zahl X. In Omikron Basic heisst dieser Befehl LN(X).

-MKS$ und MKD$ ergeben in beiden Sprachen unterschiedliche Strings, da das verwendede Fliesskommaformat verschieden ist. Aus dem gleichen Grund unterscheiden sich auch CVS und CVD. Den Unterschied bemerkt man aber nur, wenn man die mit MKS$ bzw. MKD$ erzeugten Strings in irgendeiner Weise manipuliert.

-DATA Zeilen dürfen in Omikron Basic nicht nur konstante Zahlen, sondern auch Variablen und sogar komplette Formelausdrücke enthalten. Darum müssen Stringkonstanten in DATA Zeilen immer in Anführungsstriche gesetzt werden, da sie sonst als Variablennamen interpretiert würden.

-DEFINT,DEFINTL,DEFSNG,DEFDBL und DEFSTR werden in Omikron Basic vom Editor aus über den Menüpunkt 'Modus/Einstellungen>Programm ...' eingestellt.

-RANDOMIZE gibt es in Omikron Basic nicht. Lassen Sie diesen Befehl in Programmen, die Sie übertragen wollen, einfach weg.

-RND(-X) gibt nicht den Startwert des Zufallsgenerators zurück, sondern eine ganzzahlige Zufallszahl.

-WIDTH gibt es in Omikron Basic nicht.

-ERASE gibt es in Omikron Basic nicht. Sie können ein Feld mit dem DIM Befehl redimensionieren und mit MAT CLEAR löschen.

-CHAIN ...,ALL gibt es in Omikron Basic nicht.

-PRINT USING verwendet in Omikron Basic einen etwas anderen Formatstring. Eine genaue Beschreibung finden Sie im Handbuch.

-INPUT liesst in Omikron Basic immer eine ganze Zeile ein. Wenn Sie z.B. drei durch Kommata getrennte Zahlen einlesen möchten, verwenden Sie statt INPUT A:INPUT B:INPUT C einfach INPUT A,B,C.

-STOP bricht das Programm nach Ausgabe einer Fehlermeldung endgültig ab. Es kann danach nicht fortgesetzt werden. Wenn Sie nur den Programmablauf anhalten wollen, ohne das Programm endgültig zu beenden, verwenden Sie einfach einen INPUT Befehl (z.B. INPUT "Weiter mit [Return]";Dummy).

Außerdem sollten Sie an den Anfang Ihres Programms einige Compiler Steuerwörter setzen, die ein Omikron Basic Ausgabefenster anlegen, damit Ihr Programm seine Ausgaben nicht direkt auf dem Bildschirm macht und multitaskingfähig wird. Bei den ersten Tests empfielt es sich auch, das Programm mit 'Debuggen' zu starten, weil Sie dann auf die meisten Fehler aufmerksam gemacht werden und das Programm auch jederzeit mit [Ctrl]+[C] abbrechen können, falls es in eine Endlosschleife gerät. Weitere Erläuterungen zu diesem Thema finden Sie im Kapitel über den Source Code Debugger.


Quick Basic von Microsoft

Dieses BASIC ist ebenfalls von Microsoft und war für den Mac bis System 6 verfügbar. Die Unterschiede zu Omikron Basic sind erheblich größer als bei MBASIC. Dennoch ist es vielen unserer Kunden gelungen, ihre alten Quick Basic Programme in Omikron Basic zu übertragen.




Aktuelles

Umstieg auf MacOS X

Wenn Sie Ihre Omikron Basic Programme nativ unter MacOS X verwenden wollen, ist folgendes zu beachten:

1. Sie müssen den Compiler mit dem Steuerwort COMPILER "Carbon" anweisen, ein Carbon-Programm zu erzeugen, ansonsten wird das Programm in der Classic-Umgebung von MacOS X gestartet.

2. Jedes Programm verfügt über 4 GB virtuellen Speicher. Die Funktion MEMORY(-1) ist daher sinnlos. Ausserdem können Speicheradressen wie Sie z.B. von MEMORY zurückgegeben werden auch negative Werte annehmen. Speicheradressen sind immer nur innerhalb des eigenen Programms gültig, können also nicht an andere Programme übertragen werden.

3. Wenn Ihr Programm keine direkten Betriebssystemaufrufe enthält, also nur reine BASIC-Befehle verwendet, brauchen Sie keine weiteren Änderungen vorzunehmen.

4. Wenn Ihr Programm die Extension Library benutzt, muss diese in der Version 2.0 oder höher vorliegen.

5. Wenn Ihr Programm die EasyGem Library benutzt, muss diese in der Version 4.5 oder höher vorliegen.

6. Wenn Ihr Programm selbst Betriebssystemfunktionen über den MAC_OS Befehl aufruft, müssen Sie selbst alle Aufrufe auf Carbon-Kompatibilität prüfen. Viele Funktionen des Betriebssystems werden von Carbon nicht mehr unterstützt oder wurden modifiziert. Um sich einen Überblick über die nötigen Veränderungen zu verschaffen, besorgen Sie sich am Besten zunächst das 'Carbon Porting Guide' von der Apple Webseite.

http://developer.apple.com/techpubs/macosx/Carbon/CarbonPortingTools/carbonportingtools.html

7. Unter Carbon gibt es keine generischen Funktionen zum Erzeugen von Universal Procedure Pointern (UPP) mehr. Darum liefert der Adressoperator (&) einer mit FNEX definierten Funktion in Carbon-Anwendungen keinen UPP zurück, sondern einen Transition-Vector. Um daraus einen UPP zu machen, wurden in Carbon für jeden Zweck spezielle Routinen implementiert, an die ein Transition-Vector übergeben werden muss und die dann einen UPP (z.B. für eine Callback-Routine) zurückgeben.


Die Omikron Basic Internet-Homepage

Von der Omikron Basic Homepage im Internet können Sie sich eine aktuelle Demo-Version downloaden. Die Omikron Basic Homepage findet man unter:

http://www.berkhan.de/basic/start_d.htm


Fehlermeldungen und Verbesserungsvorschläge

Wenn Sie im Omikron Basic Fehler entdecken oder Verbesserungsvorschläge haben, so senden Sie diese bitte an eine der folgenden elektronischen Adressen:

E-Mail: Support@Berkhan.de

Telefax: 05832/6160
Hotline: 05832/979895

oder per Post an:

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