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Kapitel 2

Der Editor

Allgemeines
Starten des Editors
Die Programmfenster
Die Tastaturbelegung
Sonderzeichen, Abkürzungen u. Namensergänzung
Die Dialogfenster
Der eingebaute Bildschirmschoner





Allgemeines

Omikron Basic verwendet einen so genannten tokenisierenden Zeileneditor. Im Vergleich zu einem Volltexteditor bringt dies bei der Entwicklung von Programmen einige Vorteile:

1. Es wird immer nur die Zeile verändert, in der sich gerade der Cursor befindet. Davor oder dahinter liegende Zeilen bleiben unbeeinflusst. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit von unbeabsichtigten Fehleingaben.
2. Sobald der Cursor die aktuelle Zeile verlässt, wird diese sofort tokenisiert, d. h. in einen symbolischen Zwischencode umgewandelt. Dabei erfolgt auch gleich eine Syntaxüberprüfung, so dass viele Programmierfehler schon an dieser Stelle entdeckt werden. Hat der Editor einen Fehler gefunden, wird der Cursor an die fehlerhafte Stelle gesetzt, die Zeile farbig markiert und ein Hinweis auf den Fehler in der Infozeile ausgegeben.
3. Tokenisierte Programme lassen sich wesentlich schneller compilieren (im Allgemeinen nur wenige Sekunden) als normale Quelltexte.
4. Tokenisierte Programme sind deutlich kürzer und benötigen daher weniger Speicher im RAM und auf der Festplatte.



Starten des Editors

Der Editor kann auf verschiedene Weise gestartet werden:

1. Machen Sie einen Doppelklick auf das OmikronBasic-Icon.
2. Selektieren Sie das Icon mit der Maus und wählen Sie anschließend 'Öffnen' im Finder-Menü.
3. Ziehen Sie eine *.BAS-Datei mit der Maus auf das OmikronBasic-Icon.
In diesem Fall wird erst der Editor gestartet und danach gleich automatisch die *.BAS-Datei geladen.

Falls auf Ihrem Rechner weniger als ca. 6MB Speicher frei sind, kann es passieren, daß Omikron Basic nicht gestartet werden kann. In diesem Fall sollten Sie die NEWOMBAS.INF Datei löschen oder umbenennen. Das Programm startet dann in einer Minimalkonfiguration. Wenn auch dies nicht ausreicht, hilft nur der Einbau von zusätzlichem RAM.
Beim ersten Start erscheint eine Dialogbox zur Registrierung, in welche Sie Ihren Namen und die Registrierungsnummer auf der CD eintragen müssen.



Die Programmfenster

Die zu bearbeitenden BASIC-Programme werden vom Editor in separaten Fenstern verwaltet. In der Titelzeile wird der Name des jeweiligen Programms angezeigt. Wenn ein Programm verändert wird, so kennzeichnet der Editor dies durch einen '*' vor dem Namen in der Titelzeile des Fensters. Nach dem Speichern des Programms wird der '*' natürlich wieder entfernt.

In der Infozeile eines Programmfensters wird die Cursorposition angezeigt, sowie die Programmgröße und die Speichermenge, die für dieses Programm reserviert und noch frei ist.
Ein Mausklick auf die Anzeige 'Y=...' bewirkt das Gleiche, wie der Menüpunkt 'Gehe zu ...'. Es öffnet sich ein Dialogfenster, in welches man das Sprungziel eingeben kann.
Tritt bei der Eingabe ein Syntaxfehler auf, so wird die Eingabezeile rot bzw. grau auf Monochrom-Monitoren markiert und in der Infozeile eine Meldung ausgegeben, die den Fehler näher spezifiziert.
Funktionen, die auf den Programmcode in Fenstern wirken, beeinflussen immer nur das oberste Fenster.



Die Tastaturbelegung

Im Omikron Basic Ordner befindet sich eine Datei mit dem Namen NEWOMBAS.INF. In dieser Datei sind alle Einstellungen des Editors wie Shortcuts, Fenstergrösse, Fontattribute, Farben, Debuggereinstellungen usw. gespeichert. Sie können sich natürlich weitere Dateien mit speziellen Einstellungen anlegen. Der Editor sucht beim Starten immer eine Datei mit dem Namen NEWOMBAS.INF, so dass Sie durch Umbenennen erreichen können, dass die Datei Ihrer Wahl geladen wird. Auch ein nachträgliches Laden über den Menüpunkt 'Einstellungen laden ...' aus dem Modus-Menü ist möglich.


Die Tastaturbelegung in NEWOMBAS.INF

Achtung: Die Tastaturbelegung wurde mit Version 6.5 geringfügig geändert, um Konflikte mit auf dem Mac üblichen Tastenkombinationen für Sonderzeichen zu vermeiden. Da ausserdem einige Mac-Keyboards (Powerbooks) nicht über die Entfernen-Taste verfügen, wurde die Verwendung dieser Taste in der Default-Einstellung vermieden. Natürlich können Sie auch weiterhin eine alte NEWOMBAS.INF Datei verwenden.

Ctrl+Cursor links  Cursor eine Seite nach links 
Ctrl+Cursor rechts  Cursor eine Seite nach rechts 
Cmd+Cursor oben  Cursor eine Seite nach oben 
Cmd+Cursor unten  Cursor eine Seite nach unten 
Cmd+Cursor links  Cursor zum Zeilenanfang 
Cmd+Cursor rechts Cursor zum Zeilenende 
Anfang Cursor zum Programmanfang 
Ende Cursor zum Programmende 
Return Eine Zeile unterhalb einfügen 
Shift+Return Eine Zeile oberhalb einfügen 
Ctrl+Return Zeile aufteilen
Ctrl+Backspace Rest der Zeile löschen 
Shift+Backspace Cursorzeile löschen 
Alternate+Backspace Cursorzeile löschen, Rest rückt auf 
TAB Zur nächsten Tabulatorposition 
Ctrl+A Sonderzeichen eingeben 
F1 Vortaste für ASCII+64 
F2 Vortaste für ASCII+128 
Ctrl+Insert Zwischen Einfüge- und Überschreibemodus umschalten 
Ctrl+TAB Einrückpointer setzen 
Ctrl+F1...F10 Markierung 1 bis 10 setzen 
Shift+F1...F10 Markierung 1 bis 10 anspringen 
 
 
Hinweis: Die Tastaturbelegung kann mit 'Modus/Einstellungen>Shortcuts ...' beliebig verändert werden.



Sonderzeichen, Abkürzungen und automatische Namensergänzung

Sonderzeichen
Wenn Sie Sonderzeichen in den Editor eingeben möchten, die normalerweise irgendeine Funktion auslösen, so können Sie dies erreichen, indem Sie zunächst [Ctrl]+[A] drücken. Dann wird das Sonderzeichen, das danach eingegeben wird, nicht als Shortcut interpretiert, sondern im Editor dargestellt.

Abkürzungen
Basic Befehle können auch mit einem Punkt abgekürzt werden. Wenn die Abkürzung nicht eindeutig ist, wird der Befehl nach alphabetischer Reihenfolge ausgewählt.
 
Automatische Namensergänzung
Wer gern mit langen Variablennamen arbeitet, kann sich fortan viel Tipparbeit sparen. Dazu werden die Tasten [0 bis 9],[*],[-] und [+] auf der Zehnertastatur in Verbindung mit der [Ctrl] Taste verwendet oder die Kombination [Shift]+[TAB]. Statt zum Beispiel "Kunden_adressen_anzahl" einzutippen, geben Sie z.B. nur "Kunden" ein und drücken anschließend [Ctrl]+[*] oder [Shift]+[TAB]. Der Editor sucht dann in der Variablentabelle nach Einträgen, die mit "Kunden" anfangen. Hat er einen Eintrag gefunden, so wird der vollständige Name auf dem Bildschirm dargestellt. Falls dieser falsch ist, also z.B. "Kunden_Nr" lautet, so können Sie den Editor durch nochmaliges Drücken von [Ctrl]+[*] bzw. [Shift]+[TAB] oder [Ctrl]+[+] veranlassen, den nächsten Vorschlag zu machen. Mit [Ctrl]+[-] lässt sich in der Variablentabelle rückwärts suchen. Die Tastenkombinationen [Ctrl]+[0 bis 9] haben die gleiche Funktion, wie [Ctrl]+[*] bzw. [Shift]+[TAB], nur daß man über die Ziffer die Dimension der Variablen festlegt, nach der gesucht werden soll.



Die Dialogfenster

Dialoge werden alle in Fenstern dargestellt. Die Dialogfenster können mit dem Schiebebalken bewegt werden. Wenn die Eingaben in einer Dialogbox für den weiteren Programmablauf zwingend erforderlich sind, verwendet Omikron Basic so genannte modale Dialogboxen. Diese müssen durch Klicken auf einen der beiden Ausgangsknöpfe erst verlassen werden, bevor man mit der Arbeit fortfahren kann. Alternativ können Sie den Dialog auch durch Drücken von [Esc] abbrechen bzw. mit [Return] bestätigen.
Alle anderen Dialogfenster können jederzeit durch Mausklick in ein anderes Fenster verlassen werden. Diese auch als nichtmodal bezeichneten Dialogfenster können während der Arbeit am Programm also geöffnet bleiben.

Achtung: Die in einer nichtmodalen Dialogbox gemachten Einstellungen werden erst wirksam, nachdem Sie auf [Ausführen] geklickt bzw. die [Return] Taste gedrückt haben. Dabei wird die Dialogbox aber nicht automatisch geschlossen, so dass Sie sofort weitere Einstellungen vornehmen können.



Der eingebaute Bildschirmschoner

Da die meisten Bildschirmschoner zwar schöne Bildchen oder Muster erzeugen, damit aber den Computer und den Monitor unnötig belasten (kostet mindestens Energie), wurde in Omikron Basic eine Schlafecke integriert. Wenn Sie die Maus in die linke untere Ecke bewegen und dort mindestens 0,5 s belassen, wird der Bildschirm dunkel geschaltet und Omikron Basic in eine Warteschleife geschickt. Das Aufwecken geschieht nicht etwa mit einem Wecker, sondern duch Bewegen des Maus-Cursors aus der Ecke. Während der Wartezeit wird der Computer nicht blockiert, so dass Ihr Programm auch mit dunklem Monitor weiterrechnen kann.

  

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