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Kapitel 5-2
Der Befehlssatz

ABS  -  CINT



 
 
ABS
Typ: Funktion
Syntax:  ABS(<num.Ausdruck>)
Erklärung: ABS berechnet den Absolutbetrag des numerischen Ausdrucks. Negative Werte erhalten so ein positives Vorzeichen, während positive Werte unverändert bleiben.
Beispiel: A=-5.2 
PRINT A 
PRINT ABS(A) 
PRINT ABS(A+3.2)+3.2
Ergebnis: -5.2 
 5.2 
 5.2
   
 

 
AES
Erklärung: Hat in Omikron Basic keine Bedeutung und wird vom Compiler ignoriert. Bitte nicht verwenden. 
   
 

 
AND 
Typ: Operator 
Syntax:  <num.Ausdruck>AND<num.Ausdruck>
Erklärung Verknüpft die beiden Ausdrücke bitweise "logisch-und".  
Beispiel: PRINT BIN$(%1010 AND %1100) 
IF 1<2 AND 2<3 THEN PRINT "Hab' ich's doch gewußt!" 
IF 1<4 AND 2=4 THEN PRINT "Das ist aber falsch!!!" 
Ergebnis: 1000 
Hab' ich's doch gewußt! 
siehe auch OR   NOR   NAND   XOR   IMP   EQV
   
 

 
ARCCOS 
Typ: Funktion 
Syntax:  ARCCOS(<num.Ausdruck>) 
Erklärung: Berechnet den Arcus-Cosinus des numerischen Ausdrucks. Der numerische Ausdruck muß einen Wert zwischen -1 und 1 haben. Das Ergebnis ist abhängig vom eingestellten Winkelmodus. 
Beispiel: PRINT ARCCOS(-0.5) 
DEG 
PRINT ARCCOS(1) 
Ergebnis: 2.0943951023932 
siehe auch: DEG    RAD
   
 

 
ARCCOT 
Typ: Funktion 
Syntax:  ARCCOT(<num.Ausdruck>) 
Erklärung: Berechnet den Arcus-Cotangens des numerischen Ausdrucks. Das Ergebnis ist abhängig vom eingestellten Winkelmodus (siehe DEG, RAD). 
Beispiel: PRINT ARCCOT(5) 
DEG 
PRINT ARCCOT(1) 
Ergebnis: 0.197395559849881 
45 
siehe auch: DEG    RAD
   
 

 
ARCOTH 
Typ: Funktion 
Syntax:  ARCOTH(<num.Ausdruck>) 
Erklärung Berechnet den Area-Cotangens-Hyperbolicus des numerischen Ausdrucks. Der numerische Wert muß außerhalb des Bereichs von -1 bis 1 liegen. 
Beispiel: PRINT ARCOTH(5) 
Ergebnis: 0.202732554054082 
   
 

 
ARCSIN
Typ: Funktion 
Syntax:  ARCSIN(<num.Ausdruck>) 
Erklärung Berechnet den Arcus-Sinus des numerischen Ausdrucks. Der numerische Ausdruck muß einen Wert zwischen -1 und 1 haben. Das Ergebnis ist abhängig vom eingestellten Winkelmodus. (siehe auch DEGRAD)
Beispiel: PRINT ARCSIN(1) 
DEG 
PRINT ARCSIN(0.5) 
Ergebnis: 1.5707963267949 
30 
   
 

 
ARCTAN
Typ: Funktion 
Syntax:  ARCTAN(<num.Ausdruck>) 
Erklärung Berechnet den Arcus-Tangens des numerischen Ausdrucks. ARCTAN ist identisch mit ATN. Das Ergebnis ist abhängig vom eingestellten Winkelmodus . 
Beispiel: PRINT ARCTAN(-1) 
DEG 
PRINT ARCTAN(1) 
Ergebnis: -0.785398163397448 
  45 
   
 

 
ARSINH 
Typ: Funktion 
Syntax:  ARSINH(<num.Ausdruck>) 
Erklärung: Berechnet den Area-Sinus-Hyperbolicus des numerischen Ausdrucks. 
Beispiel: PRINT ARSINH(-1) 
Ergebnis: -0.881373587019543 
   
 
 
 
ARTANH 
Typ: Funktion 
Syntax:  ARTANH(<num.Ausdruck>
Erklärung Berechnet den Area-Tangens-Hyperbolicus des numerischen Ausdrucks. Der numerische Ausdruck muß einen Wert zwischen -1 und 1 haben. 
Beispiel: PRINT ARTANH(0.5) 
Ergebnis: 0.549306144334055 
   
 

AS
Erklärung: siehe NAME...AS
   
 

 
ASC 
Typ: Funktion 
Syntax:  ASC(<String-Ausdruck>) 
Erklärung: Ermittelt den ASCII-Wert des ersten Zeichens vom String-Ausdruck. ASC ist die Umkehrfunktion von CHR$. Siehe auch die ASCII-Tabelle im Anhang.
 
Achtung:  ASC(A$) gibt als Ergebnis null zurück, wenn A$ ein Leerstring ist und die nichtfatalen Fehlermeldungen abgeschaltet sind (Error_messages 0). Andernfalls erscheint die Meldung "Unerlaubter Funktionsaufruf". 
Beispiel: PRINT ASC("abc") 
PRINT ASC( CHR$(24)) 
Ergebnis:  97 
 24 
siehe auch CHR$ 
   
 

 
ATN 
Typ: Funktion 
Syntax:  ATN(<num.Ausdruck>) 
Erklärung: Berechnet den Arcus-Tangens des numerischen Ausdrucks. ATN ist identisch mit ARCTAN. Das Ergebnis ist abhängig vom eingestellten Winkelmodus (siehe DEG, RAD). 
Beispiel: PRINT ATN(-1) 
DEG 
PRINT ATN(1) 
Ergebnis: -0.785398163397448 
45 
   
 

 
BACKUP 
Typ: Befehl 
Syntax:  BACKUP(<String-Ausdruck>) 
BACKUP(<Dateiname>)
Erklärung: Erstellt von der Datei eine Sicherheitskopie. Die Sicherheitskopie erhält die Extension ".BAK" und wird im selben Ordner abgelegt. In <Dateiname> muß ein FileSpecificationRecord übergeben werden, wie man ihn z.B. von FILESELECT oder FN Get_Fsspec$ aus der ExtensionsLibrary zurückerhält. 
Jokerzeichen im Dateinamen sind nicht zugelassen. Kann die Datei nicht gefunden werden, wird der Befehl abgebrochen und eine Fehlermeldung ausgegeben, wenn Error_Messages aktiviert ist. 
Beispiel: BACKUP Fn GetFsspec$(0,0,"OmikronBasic") 
Ergebnis: Von der Datei OmikronBasic wird eine Kopie mit dem Namen OmikronBasic.BAK angelegt.
siehe auch COPY 
   
 

 
BIN$ 
Typ: Funktion 
Syntax:  BIN$(<num.Ausdruck>) 
Erklärung: Wandelt den numerischen Ausdruck in eine Zeichenkette um, die den gerundeten Wert des Ausdrucks als Binärzahl darstellt. Der numerische Ausdruck wird zuvor immer in das Long-Integer-Format gewandelt. Ein betragsmäßig zu großer Wert erzeugt eine "Integer Überlauf" Fehlermeldung, wenn zuvor die FPU-Exceptions mit dem Compilersteuerwort "FPUEXON" eingeschaltet wurden. 
Beispiel: PRINT BIN$(4) 
PRINT BIN$(24) 
PRINT BIN$(1E+10) 
Ergebnis: %100 
%11000 
Integer Überlauf in Zeile Nr: 2 
siehe auch: OCT$   HEX$    STR$   VAL 
   
 

 
BIOS 
Erklärung: Hat in Omikron Basic keine Bedeutung und wird vom Compiler ignoriert. Bitte nicht verwenden.
   
 

 
BIT
Typ: Funktion 
Syntax:  BIT(<num.Ausdruck>,<num.Ausdruck>) 
BIT(<Bitnummer>,<Wert>)
Erklärung: Der gerundete Wert wird in eine 32-stellige Binärzahl gewandelt. Ein betragsmäßig zu großer Wert erzeugt eine "Integer Überlauf" Fehlermeldung, wenn die FPU-Exceptions mit dem Compilersteuerwort "FPUEXON" eingeschaltet wurden. Die Funktion ergibt -1, wenn das von rechts gezählte Bit der Binärzahl gesetzt ist, andernfalls 0. Das niederwertigste Bit hat die Nummer 0. Das höchstwertigste Bit hat die Nummer 31 und stellt das Vorzeichen dar. 
Ein falsche Bitnummer erzeugt die Fehlermeldung "Unerlaubter Funktionsaufruf", wenn  zuvor mit COMPILER "RCON" die Bereichsüberwachung eingeschaltet wurde. 
Beispiel: PRINT BIT(0,1) 
PRINT BIT(2,1) 
PRINT BIT(31,-1) 
PRINT BIT(12,-1) 
Ergebnis: -1 
 0 
-1 
-1 
siehe auch: BIT als Befehl 
   
 

 
BIT
Typ: Befehl 
Syntax:  BIT(<num.Ausdruck>,{<Integer-Variable>|(<num.Ausdruck>)}) =<num.Ausdruck> 
BIT(<Bitnummer>,{<Integer-Variable>|(<Speicheradresse>)})=<Bitwert> 
Erklärung: Weist, wenn <Bitwert> null ist, einem einzelnen Bit den Wert null zu, andernfalls den Wert eins. Das Bit wird durch <Bitnummer> angegeben. Das niederwertigste Bit hat die Bitnummer null. Es können entweder Bits von Integer-Variablen oder vom Speicher geändert werden.

Wichtig: Bei Änderungen des Speichers erfolgt der Zugriff immer byteweise, d.h. die höchste Bitnummer ist 7. Beim Modifizieren von Integer-Variablen hingegen sind Bitnummern bis 31 erlaubt. 
Ein falsche Bitnummer erzeugt die Fehlermeldung "Unerlaubter Funktionsaufruf", wenn  zuvor mit  COMPILER "RCON"die Bereichsüberwachung eingeschaltet wurde. 
Beispiel: Adresse=MEMORY(1) 
PRINT PEEK(Adresse) 
BIT (2,(Adresse))=1 
PRINT PEEK(Adresse) 
A=19 
BIT (2,A)=0 
PRINT A 
Ergebnis:  0 
 4 
 17 
   
 
 
 
BITBLT 
Typ: Befehl 
Syntax:  BITBLT<num.Ausdruck>[,<num.Ausdruck>,<num.Ausdruck>,<num. Ausdruck>] TO <num.Ausdruck>[,<num.Ausdruck>,<num. Ausdruck>,<num.Ausdruck>][;<num.Ausdruck>] 
BITBLT <num.Ausdruck>TO <num.Ausdruck>,COLOR <num.Ausdruck> 

1: BITBLT <X1>,<Y1>,<Breite1>,<Höhe1> TO <X2>,<Y2>,<Breite2>, <Höhe2>[;<Modus>] 
2: BITBLT <X>,<Y>,<Breite>,<Höhe>TO <Speicheradresse>[;<Modus>] 
3: BITBLT <Speicheradresse>TO <X>,<Y>,<Breite>,<Höhe>[;<Modus>] 
4: BITBLT <Speicheradresse1>TO <Speicheradresse2>,COLOR <Farbe>  
Erklärung: Kopiert einen rechteckigen Bildschirmausschnitt je nach Syntax:

1: von Bildschirm nach Bildschirm 
2: von Bildschirm nach Speicher 
3: von Speicher nach Bildschirm 
4: von Speicher nach Speicher 

Quell- und Zielrechteck können unterschiedliche Größe haben. Das Quellbild wird durch den Befehl so verändert, daß es genau in das Zielrechteck passt. Man kann den BITBLT-Befehl also auch dazu benutzen, Bilder zu vergrößern, zu verkleinern oder zu verzerren. 
Bei Syntax 1 bis 3 ist zusätzlich die Angabe eines Modus möglich, der eine punktweise Verknüpfung der Bildinformationen von Quelle und Ziel ermöglicht:

MODUS 0: Ziel = Quelle 
MODUS 1: Ziel = Quelle UND Ziel 
MODUS 2: Ziel = NOT(Quelle XOR Ziel) 
MODUS 3: Ziel = NOT Quelle OR Ziel 
MODUS 4: Ziel = NOT Quelle 
MODUS 5: Ziel = NOT Quelle UND Ziel 
MODUS 6: Ziel = Quelle XOR Ziel 
MODUS 7: Ziel = Quelle OR Ziel 
MODUS 32: Ziel = (Quelle + Ziel)\2 
MODUS 33: Ziel = MIN($FFFF,Quelle + Ziel) 
MODUS 34: Ziel = (Quelle+Ziel) MOD $FFFF 
MODUS 35: Ziel = MAX(0,Quelle - Ziel) 
MODUS 36: Ziel = Quelle, falls Quelle nicht weiß (Transparentmodus) 
MODUS 37: Ziel = MAX(Quelle,Ziel) 
MODUS 38: Ziel = (Quelle - Ziel + $FFFF) MOD $FFFF 
MODUS 39: Ziel = MIN (Quelle,Ziel)

Quelle und Ziel stehen jeweils für einen 6 Byte RGB-Record wobei R=Rot,G=Grün und B=Blau Werte zwischen 0 und $FFFF annehmen können. 
Wird die Angabe <Modus> weggelassen, so wird nach 'MODUS 0' verfahren. Bit-Blits in den Bildschirm berücksichtigen ein gesetztes Grafikfenster (siehe CLIP). 
In der Syntax BITBLT Adr1 TO Adr2, COLOR P gibt P an, wieviele Farbebenen das Zielbild haben soll. Sie können diesen Befehl also benutzen, um die Farbtiefe eines Bildes zu verändern.

Der Speicherplatzbedarf für einen BITBLT in den Speicher läßt sich folgendermaßen berechnen:

Speicherbedarf = 6+((Breite+15) * Höhe * Farbebenen) SHR 3 

Die drei Worte Vorspann setzen sich so zusammen: 
1. Anzahl der Farbebenen 
2. Breite in Pixel 
3. Höhe in Pixel  
Beispiel: Bildspeicher= MEMORY(6+((60+15)*40*8) SHR 3) :'Bei 256 Farben 
PELLIPSE 50,50,30,20 
BITBLT 25,20,50,50 TO Bildspeicher 
WAIT .5 
CLS 
BITBLT Bildspeicher TO 20,20,50,50 
WAIT .5 
BITBLT 20,20,50,50 TO 20,30,50,50,6 
WAIT .5 
PCIRCLE 45,55,8 
Ergebnis: Es wird zunächst mit MEMORY ein Bildspeicher angelegt. Danach wird eine Ellipse gezeichnet und mit BITBLT in den Speicher übertragen. Nachdem der Bildschirm gelöscht wurde, wird jetzt die Ellipse wieder aus dem Speicher geholt und anschließend noch mal auf dem Bildschirm kopiert. Zum Schluß wird noch ein Kreis gezeichnet. 
siehe auch: BLOAD   BSAVE 
   
 

 
BLOAD 
Typ: Befehl 
Syntax:  BLOAD <String-Ausdruck>[,<num.Ausdruck>] 
BLOAD <Dateiname>[,<Startadresse>] 
Erklärung: Die genannte Datei wird ab der Startadresse in den Speicher geladen. Fehlt dieser Ausdruck, so wird in den Bildschirm (logische Bildschirmadresse) bzw. in das oberste Omikron Basic Ausgabefenster geladen, wenn eines geöffnet ist. Dabei werden Breite, Höhe und Farbtiefe automatisch angepasst. Dazu muß die Datei im PICT-Format vorliegen, wie es z.B. automatisch von BSAVE angelegt wird. Auch PICT-Dateien, die mit anderen Programmen erzeugt wurden, können mit BLOAD geladen werden.

Achtung: Sie müssen unbedingt dafür sorgen, daß auch genug Speicher ab <Startadresse> reserviert ist, um die ganz Datei aufzunehmen. Sonst kommt es sehr wahrscheinlich zum Absturz.
Beispiel: Speicher= MEMORY(100) 
BLOAD FN Get_Fsspec$(0,0,"BEISPIEL.DAT"),Speicher 
Ergebnis: Es wird zunächst Speicher reserviert und anschließend die Datei BEISPIEL.DAT in den Speicher geladen.
siehe auch: BSAVE   BITBLT 
   
 

 
BOX
Typ: Befehl 
Syntax:  BOX <num.Ausdruck>,<num.Ausdruck>{ TO <num.Ausdruck>,<num. Ausdruck>|,<num.Ausdruck>,<num.Ausdruck>} 
BOX <X>,<Y>{ TO <X2>,<Y2>|<Breite>,<Höhe>} 
Erklärung: Zeichnet ein nicht gefülltes Rechteck auf den Bildschirm. Dabei sind entweder zwei gegenüberliegende Ecken anzugeben, oder eine Ecke, Breite und Höhe des Rechtecks. Farbe, Linienstil und -breite können über LINE COLOR, LINE STYLE bzw. LINE WIDTH bestimmt werden. Ist mittels CLIP ein Bildfenster definiert, wird außerhalb dieses Bereichs nicht gezeichnet. 
Beispiel: BOX 20,30,70,40 
Ergebnis: Zeichnet ein Rechteck 
siehe auch: PBOX   PRBOX   RBOX 
   
 
 
 
BRK 
Typ: Befehl 
Syntax:  BRK 
Erklärung: Dieser Befehl dient ausschließlich zur Fehlersuche in compilierten Programmen. Er löst im Compilat einen Sprung in den Debugger aus. Das geht natürlich nur, wenn zuvor ein Debugger gestartet wurde, sonst stürzt der Mac mit der Meldung "Unimplemented Trap" ab. Mit diesem Befehl ist es möglich, ein Programm an einer bestimmten Stelle zu unterbrechen, um so auf Objectcode-Ebene die Fehlersuche mit einem Debugger zu beginnen. 
   
 

 
BSAVE 
Typ: Befehl 
Syntax:  BSAVE <String-Ausdruck>[,<num.Ausdruck>,<num.Ausdruck>] 
BSAVE <Dateiname>[,<Startadresse>,<Länge>] 
Erklärung: Speichert den ab <Startadresse> liegenden Speicherbereich unter <Dateiname> ab. Fehlen <Startadresse> und <Länge>, so wird der Bildschirm bzw. das oberste Omikron Basic Ausgabefenster abgespeichert. Dabei erfolgt die Speicherung im PICT-Format, wodurch es möglich wird, das Bild mit BLOAD wieder in einen beliebigen Grafics-Port zu laden oder mit einem anderen Programm weiterzubearbeiten.
Beispiel:  BSAVE FN Get_Fsspec$(0,0,"Bildschirm.PICT") 
Ergebnis:  Der Inhalt des Bildschirmspeichers wird in die Datei Bildschirm.PICT übertragen. 
siehe auch: BITBLT    BLOAD
   
 
 
 
CALL 
Typ: Befehl 
Syntax:  CALL <num.Variable>[(][L ]<num.Ausdruck>][[, [L ]<num.Ausdruck>]])] 
Erklärung: Ein Maschinensprache-Unterprogramm wird aufgerufen. Die Startadresse ist durch die numerische Variable gegeben. Die folgenden Ausdrücke werden in umgekehrter Reihenfolge auf dem Stack übergeben, d.h. der erste Parameter befindet sich zu unterst auf dem Stack also bei "0,R31". Den Ausdrücken darf ein "L" voran gestellt werden, um den betreffenden Parameter als Long-Integer zu übergeben. Ansonsten wird immer ein Short-Integer übergeben. 
Es dürfen nur die von Apple als 'volatile' deklarierten Register verändert werden. Im einzelnen sind dies: 

R0,R3-R12   FPR0-FPR13   CR0,CR1,CR5-CR7

R31 zeigt auf den dynamischen Stack, auf dem sich die übergebenen Parameter befinden. Das Programm muß mit 'Blr' beendet werden. Wird das Linkregister verändert, so ist darauf zu achten, daß es vor der Rückkehr wieder restauriert wird. Nach Beendigung des Maschinenprogramms kann der Inhalt von R3 mit RESERVED(0) geholt werden. 
Fehler, die Ihr Maschinenprogramm verursacht, können vom Omikron Basic nicht abgefangen werden. Es empfiehlt sich daher, in der Testphase zuvor einen geeigneten Debugger zu starten.
Beispiel: Test$ = "CFSLIBO.TPGUXBSF" 
CALL Decode ( L &Test$, 1 ) ' Zeiger auf Test$ und "1" Übergeben 
PRINT Test$ 

'Das Maschinenprogramm wurde mit der Assembler Library erstellt. 

Lwz R6,0,R31:'Zeiger auf String holen 
Lhz R4,4,R31:'Parameter (die "1") holen 
Lwz R7,0,R6:'Zeiger ins Stringsegment bilden 
Lwz R3,4,R6:'Länge des Strings 
Subi R7,R7,1 
Mtctr R3 

Label "loop":Lbz R5,1,R7:'Ein Zeichen des Strings holen 
             Sub R5,R5,R4:'Zeichen modifizieren 
             Stbu R5,1,R7:'und Zeichen zurückschreiben 
             Bdnz_L "loop":'Für alle Zeichen des Strings 
             Blr 
Ergebnis:  BERKHAN-SOFTWARE
siehe auch: CALLR  USR  INLINE
   
 
CALLR 
Typ: Befehl 
Syntax:  CALLR <num.Variable>[(]<num.Ausdruck>][[, <num.Ausdruck>]])] 
Erklärung: Ein Maschinensprache-Unterprogramm wird aufgerufen. Die Startadresse ist durch die numerische Variable gegeben. Im Gegensatz zu CALL werden bei CALLR die Parameter nicht auf dem Stack, sondern in den Registern übergeben. Dabei werden numerische Ausdrücke, deren Ergebnis vom Typ Integer ist, der Reihe nach in die Register R3 bis R12 geschrieben, während für Fließkommawerte die Register FPR1 bis FPR13 benutzt werden. Werden mehr Parameter übergeben als Register zur Verfügung stehen, gibt der Compiler eine Warnung aus. Die überzähligen Parameter werden ignoriert.

Es dürfen nur die von Apple als 'volatile' deklarierten Register verändert werden. Im Einzelnen sind dies:

R0,R3-R12   FPR0-FPR13   CR0,CR1,CR5-CR7

R31 zeigt auf den dynamischen Stack. Das Programm muß mit 'Blr' beendet werden. Wird das Linkregister verändert, so ist darauf zu achten, daß es vor der Rückkehr wieder restauriert wird. Nach Beendigung des Maschinenprogramms kann der Inhalt von R3 mit RESERVED(0) geholt werden. 
Fehler, die Ihr Maschinenprogramm verursacht, können vom Omikron Basic nicht abgefangen werden. Es empfiehlt sich daher, in der Testphase zuvor einen geeigneten Debugger zu starten.

CALLR ist schneller als CALL und sollte daher bevorzugt verwendet werden.
Beispiel: X#=1.2:Y#=5.5:M=3:N=5
CALLR Power(X#,M,Y#,N,&R#)
PRINT "X#^M + Y#^N =";R#


'Das Maschinenprogramm wurde mit der Assembler Library erstellt. 

Subi R3,R3,1:Mtctr R3
Fmr Fp3,Fp1
Fmul Fp3,Fp3,Fp1:'X#^M berechnen.
Bdnz -4
Subi R4,R4,1:Mtctr R4
Fmr Fp4,Fp2
Fmul Fp4,Fp4,Fp2:'Y#^N berechnen.
Bdnz -4
Fadd Fp0,Fp3,Fp4
Stfd Fp0,0,R5:'Ergebnis in R# ablegen (R5 enthält Pointer auf R#).
Blr :'Zurückspringen
Ergebnis:   5034.57175
siehe auch: CALL  USR  INLINE
   

 
CASE 
Typ: Befehl 
Syntax:  CASE <Ausdruck>[TO <Ausdruck>][[,<Ausdruck> [TO <Ausdruck>]]] 
Erklärung: CASE leitet innerhalb einer SELECT ... CASE Anweisung einen Teilzweig ein. Dieser Programmzweig wird dann ausgeführt, wenn eine der genannten Möglichkeiten auf die bei SELECT genannte Variable zutrifft. Mehrere Möglichkeiten werden einfach mit Kommata getrennt aufgezählt. Auch Bereiche sind mit TO möglich. Bei Strings werden nur die ersten 4 Byte ausgewertet.
siehe auch SELECT     DEFAULT     OTHERWISE 
   
 

 
CDBL 
Typ: Funktion 
Syntax:  CDBL(<num.Ausdruck>) 
Erklärung: Wandelt einen beliebigen numerischen Ausdruck in doppelt genaues Fließkomma-Format um. 
Beispiel: A!=1 
B!=3 
PRINT CDBL(A!/B!) 
PRINT CDBL(A!)/CDBL(B!) 
Ergebnis:  0.333333333333333 
 0.333333333333333 
siehe auch: CINT   CINTL   CSNG 
   
 

 
CHAIN 
Erklärung: Hat in Omikron Basic keine Bedeutung und wird vom Compiler ignoriert. Bitte nicht verwenden. 
   
 

 
CHDIR 
Typ: Befehl 
Syntax:  CHDIR <String-Ausdruck> 
Erklärung: Legt den Standardpfad auf den in <String-Ausdruck> genannten Pfad fest. Dem Befehl muß ein FileSpecificationRecord übergeben werden, wie man ihn z.B. von FILESELECT oder FN Get_Fsspec$ aus der ExtensionsLibrary zurückerhält. 
Beispiel: CHDIR FN Get_Fsspec(0,0,"MacintoshHD:Omikron Basic:Programme:") 
Ergebnis:  Der angegebene Pfad wird zum aktuellen Pfad. 
   
 
 
 
CHR$ 
Typ: Funktion 
Syntax:  CHR$(<num.Ausdruck>) 
Erklärung: Erzeugt einen ein Zeichen langen String entsprechend der ASCII-Tabelle. CHR$ ist die Umkehrfunktion zu ASC. Siehe auch die ASCII-Tabelle im Anhang. 
Beispiel: PRINT CHR$(7) :'Löst den SystemBeep aus 
PRINT CHR$(80); CHR$(76) 
Ergebnis: PL (soll heißen, daß ein kurzer Ton ausgegeben wird.) 
siehe auch ASC 
   
 
 
 
CINT 
Typ: Funktion 
Syntax:  CINT(<num.Ausdruck>) 
Erklärung: Wandelt einen beliebigen numerischen Wert in Short-Integer-Format (ganze Zahlen von -32768 bis +32767) um. Der Definitionsbereich der Funktion umfaßt natürlich gerade den Short-Integer-Bereich. Andere Werte führen zu der Fehlermeldung "Integer Überlauf", wenn  zuvor mit COMPILER "RCON" die Bereichsüberwachung eingeschaltet wurde. 
Beispiel: A=1 
B=3 
PRINT CINT(A/B) 
PRINT CINT(A)/CINT(B) 
PRINT CINT(40000) 
Ergebnis:  0 
 0.333333333333333 
Interger Überlauf in Zeile Nr: 4
siehe auch: CINTL   CSNG  CDBL
   
 

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